Mitteilung der FUAL: die Beprobung zur Faulbrut hat wieder begonnen

Vor ein paar Tagen hat Dr. Wildschütz, der Direktor der Veterinärbehörde unseren Bienenberater angerufen und mitgeteilt, dass nach ihrer Ansicht nun nichts dagegen spricht, die Bienenstände in den Sperrgebieten zu beproben. Natürlich nur, wenn die Experts apicoles und auch der Imker, dessen Bienenstand beprobt werden soll, damit einverstanden sind. Selbstverständlich müssen die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, z.B. soll ein Mundschutz getragen und der physische Abstand von 2m zwischen dem Imker und dem Expert apicole beachtet werden.

Die geänderte Probennahme verläuft dabei wie folgt:

Das Procedere hat sich dahingehend verändert, dass der Expert apicole neben der Futterkranzprobe des zu untersuchenden Bienenvolkes auch zwei bis drei Brutwaben kontrollieren muss. Hier sollen verdächtige Zellen kontrolliert werden und mit der Untersuchung bestätigt werden, dass keine oder eine klinische Faulbrut vorliegt.

Auch werden jetzt pro zu untersuchendem Bienenstand drei DIN 4 Blätter von der Veterinärverwaltung ausgegeben. Diese Blätter werden nur an die Experts apicoles ausgegeben. Das erste ist das offizielle Anschreiben, das zweite Blatt ist das Laboreingangsformular, das sorgfältig auszufüllen ist. Es muss die genaue Adresse des Imkers enthalten, das Datum der Probenziehung muss notiert werden, es muss vom Expert apicole unterschrieben sein und alle Probenbecher mit ihrer Kennung müssen auf der Rückseite eingetragen sein. Das dritte und letzte Blatt  geht zurück an die Veterinärverwaltung, es ist der Bericht der Standkontrolle. Hier muss die Kennzeichnung der Probe angegeben werden, ob klinische Symptome von AFB vorliegen und ob die Probennahme durchgeführt wurde. Es sollen die genauen GPS Daten und das Datum des Besuchs eingetragen werden, und es muss ebenfalls unterschrieben werden.

In Zukunft wird nur ein Sperrgebiet ausgewiesen, wenn ein klinischer Befundes vorliegt und es umfasst dann einen Umkreis von 3km um den betroffenen Bienenstand herum. Die Futterkranzproben dienen dazu, eventuell weitere infizierte Bienenstände zu erkennen und nach drei oder sechs Monaten nochmals nach zu beproben.

Wir weisen darauf hin, dass das Veterinärlabor bis auf weiteres keine Analysen von sogenannten freiwilligen Futterkranzproben auf Faulbrutsporen untersucht.



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